In vielen Fenstern sehe ich sie momentan, die bunten Regenbögen, meist von Kinderhand gemalt. Der Direktor des Barlach-Hauses Karsten Müller schickt uns dieses Banner, das für die laufende Ausstellung wirbt. Es ist aussagekräftig für die Zeit und Atmosphäre der DDR, aber auch für unsere Lage. Selbst wenn sich langsam Erleichterungen ergeben –  Kunstgenuss ist mittlerweile wieder möglich –  befinden wir uns doch in einer Situation der Vereinzelung. Die Begegnung mit vielen Menschen vermissen wir noch schmerzlich. Aber das Bild trägt ja eben auch das Zeichen der Hoffnung, den Regenbogen. VS