Die Fotografin Petra Schneider hat unser Programmheft vor einigen Jahren gestaltet. Hier zeigt sie ein Foto, das leicht etwas Kitschiges haben könnte, würde diese Wirkung nicht gebrochen durch den Blick von hinten und die Körperhaltung des engelhaft verkleideten Kindes. Nur der Hinterkopf, ein Stück der Fußsohlen und die Zehen von unten sind von ihm zu sehen. So tritt etwas Rätselhaftes zu aller Niedlichkeit des Motivs. Kinder können wie Engel ein Trost sein, dabei bleibt (beiden) ihr Eigen-Sein. 
Ikonografisch ist es von den weißen Flügeln dieses Engels ein kleiner Sprung zu den weißen Flügeln der Taube, des Symbols des Heiligen Geistes.  
Springen wir also zu dem Fest, das soeben hinter uns liegt: das Pfingstfest. Es erinnert daran, wie Jesus den Heiligen Geist als „Tröster“ und Beistand schickt. Dennoch ist er nicht fassbar, wie könnte es auch anders sein, ist er ja göttlich. Der Heilige Geist weht, wo er will. Doch wenn er Menschen beseelt, überwinden sie alle Sprachhindernisse und verstehen einander. Dies ist etwas, was wir momentan dringend benötigen: die Fähigkeit, einander zu verstehen. Bei aller bestehen bleibender Eigenheit. VS